DMT

DMT ist eine Tryptaminverbindung.

Tryptamin
"Happy Pill", "HI-Trips" oder "Liebespille"

Tryptamin ist eine Substanz, die mit dem körpereigenen Neurotransmitter Serotonin, das ja bekanntermaßen bei der Wirkungsweise von Ecstasy eine Rolle spielt (s. Info), verwandt ist. Tryptamin und einige seiner Verbindungen kommen auch in der Natur vor und gehören dementsprechend zunächst nicht zu den klassischen Designer-Drogen. Weitere vollsynthetische Suchtstoffe sind das DET (Dietyhltryptamin), DPT (Dipro-pyltryptamin) und einige Methoxy-tryptamine

Tryptamine zeigen in erster Linie relativ kurzfristige halluzinogene Wirkungen: intensive Farbhalluzinationen, visuelle Verzerrungen und Entstellungen. Sie sind schwachen LSD-Halluzinationen am ehesten vergleichbar, führen häufig zu Ruhelosigkeit und Nervosität. Auch ein enormes Maß an Selbstüberschätzung wurde beobachtet. Das spezielle Interesse der Hersteller synthetischer Variationen dürfte in erster Linie darin liegen, die kurzen Wirkungszeiten der Tryptamine zu verlängern.

Darüber hinaus lassen sich über die verschiedenen Tryptamine nur wenige allgemeingültige Aussagen machen. Vielleicht ist das ein Grund dafür, daß sie in der offenen oder zugänglichen Drogenszene nur selten zu erhalten sind. Der Handel scheint nur wenig organisiert. Man bekommt die Substanz nahezu ausschließlich bei "Insider-Adressen", zu denen wiederum nur "Insider-Konsumenten" Zugang haben. Erst seit ca. 3 Jahren werden verschiedene Tryptaminvarianten von den Strafverfolgungsorganen verstärkt sichergestellt.

DMT (Dimethyltryptamin)

DMT (Dimethyltryptamin) wird auch Drug-Manufacturing-Profit genannt. Der Stoff wird synthetisch produziert, wurde jedoch zuerst in der Rinde eines im Amanzonasgebiet wachsenden Baumes (Epena, Mimosa Hostilis) entdeckt. Zudem ist es dem halluzinogenen Krötensekret Bufotenin chemisch außerordentlich ähnlich. Es unterscheidet sich von dem Bufotenin nur durch eine OH-Gruppe. Der natürliche Stoff ist, im Gegensatz zu seiner synthetischen Variante, nicht dem BTMG unterstellt, allerdings in Europa auch nicht zu bekommen.

Die Medizinmänner der im Amazonasgebiet lebenden Menschen narkotisierten verletzte Krieger mit diesem Pulver. 1931 wurde das kurzzeitig wirkende Halluzinogen erstmals synthetisiert. Es kam in den 60er und 70er Jahren in den USA auf den Markt, verschwand jedoch mit seinem Verbot wieder und wurde dann durch die Stoffe DET und DPT ersetzt. Diese waren in Europa in den 70er Jahren gebräuchlich und tauchen heute in Deutschland nur noch sporadisch auf.

Merkmale:

Synthetisches DMT (und andere Tryptamine) treten meist in kristalliner Form als weißes, braunes oder gelbliches Pulver auf. DMT ist schwächer wirksam als DET und DPT.

Gebrauch und Wirkung:

Rauchen: 15-20 mg sind notwendig, um psychische Effekte zu erreichen, wenn DMT geraucht wird. Der Beginn der Wirkung setzt nach wenigen Sekunden ein; die Gesamtdauer des Rausches beträgt ungefähr 30 Minuten. DMT wird, wie auch die anderen kurzwirksamen Tryptamine, in "Joints" oder Pfeifen geraucht, häufig mit Marihuana vermischt.

Injizieren: In einer Dosis von 0,7 bis 1,0 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht intramuskulär injiziert, führt DMT bereits nach drei bis fünf Minuten zu einem schlagartig einsetzenden Rausch, der dem anderer Halluzinogene, z.B. LSD, sehr ähnlich ist. Die Hauptwirkung dauert etwa 10-15 Minuten, danach werden die psychischen Wirkungen schwächer, bis nach etwa einer weiteren halben Stunde der Normalzustand wieder erreicht ist.

Der DMT-Rausch unterscheidet sich vom LSD-Rausch lediglich durch eine stärkere körperliche Veränderung, vor allem eine gelegentlich massive Blutdrucksteigerung, Zittern, manchmal Übelkeit und Bewegungsstörungen, die denen der Parkinson -Krankheit ähneln (fahrige Gesten, Grimassieren, Zuckungen der Glieder, langsam gespreizte Bewegungen). Diese Wirkung ist darauf zurückzuführen, daß DMT einen Teil des Gehirns angreift, der die unwillkürliche Körperhaltung sowie die unwillkürlichen Mitbewegungen der Glieder, etwa beim Gehen, regelt.

Folgeschäden:

Auch irreparable Schädigungen bestimmter Nervenbahnen werden nicht ausgeschlossen. Ein kausaler Zusammenhang zwischen DMT-Konsum und diesen Schädigungen konnte jedoch bisher aufgrund der wenigen Probanden nicht nachgewiesen werden

Für viele Konsumenten stellt sich DMT als eines der stärksten und extremsten Psychedelica dar. Berichtet wird von 3D-mäßigen optischen Wirkungen über akustische Wahrnehmungen, die denen des Lachgas-Konsums ähneln, bis hin zum gefühlten Verlassen des Körpers in eine völlig andere Welt.

Risiko und Safer Use

Jeder DMT-Konsum birgt Risiken, Informationen helfen die Risiken besser einzuschätzen. Ausschließen kann man sie nie.

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