Nikotin

ist ein im Tabak vorkommendes Alkaloid (Tabak gehört zu den Nachtschattengewächsen).
Es wird bei uns neben Kaffee, Tee, Kakao etc. zu den sogenannten Genußmitteln gezählt.
In getrocknetem Zustand wird Tabak insbesondere geraucht, kann aber auch geschnupft oder gekaut werden. Dabei entfaltet er ganz verschiedene Wirkungen.
Begleitstoffe: Teer (Geschmacksstoff), Kohlenmonoxid, Benzol, Cadmium, Nitrosamine, Cyanwasserstoff, Stickstoff, Blausäure u.a.

Wirkung

Die Wirkung des Tabakrauchens ist von der aktuellen Stimmungslage abhängig: ist diese eher erregt, beruhigt das Nikotin; ist die Stimmung niedergedrückt, wirkt es stimulierend. Die tatsächlich körperlich spürbare Wirkung nimmt allerdings bei zunehmender Abhängigkeit rapide ab.
Wichtiger als die Wirkung des Nikotins scheint das Rauchen selbst zu sein. Es wird als gesellig empfunden und ist eine Art Dauerbeschäftigung, die Sicherheit geben kann: man hat etwas in der Hand und steht nicht untätig herum.
Hinzu kommen noch bestimmte Zuschreibungen, die mit dem Rauchen in Verbindung gebracht werden: das "coole" Hantieren mit der Zigarette oder Pfeife, die Zigarette als Statussymbol, der "Geschmack von Freiheit und Abenteuer" etc. Sie beeinflussen die empfundene Wirkung des Rauchens wesentlich.

Kurzzeitnebenwirkungen:

Die direkten körperlichen Wirkungen, die vom Grad der Nikotingewöhnung abhängen, sind:

Nikotin ist in seiner "Reinform" nicht krebserregend oder gesundheitsschädlich- in stetiger Kombination mit seinen Begleitstoffen (s.o.) ist es jedoch eines der stärksten pflanzlichen Zell- bzw. Nervengifte!

Abhängigkeit

Nikotin macht in jedem Fall psychisch abhängig - aber auch körperliche Abhängigkeit ist möglich.
Bei "Entzug" kann es zu Depressionen, Angstgefühlen, Schlaflosigkeit und Gewichtszunahme kommen.

Risiken

Gelegentlicher Rauchgenuß ist offensichtlich harmlos. Problematisch ist, Untersuchungen zufolge, der suchtmäßige Gebrauch. Dieser wird jedoch häufig von Kosumierenden erst sehr spät gemerkt - die Gewöhnung an den Nikotingenuß erfolgt oft schleichend: das Aufrechterhalten eines leicht nervösen Pegels einerseits (der subjektiv als größere Wachheit und Konzentration erlebt wird) und eine leichte Dämpfung der Unruhe, die der gestreßte Alltag mit sich bringen kann, andererseits werden schnell zur Selbstverständlichkeit und im Rahmen des Rauchrituals zum Alltagsbestandteil. Mit der schleichenden Gewöhnung kommmt es allerdings zu ebensolchen Gefährdungen, die zu enormen gesundheitlichen Schädigungen mit lebensbedrohlichen Folgen werden können:

Nikotin ist in hohen Dosen hochgradig giftig!!!!! Die tödliche Dosis von Nikotin liegt bei 50 mg.

Langzeitschäden

Die eigentlichen Gesunheitsschäden des Körpers entstehen durch die Begleitstoffe des Tabakrauchs - diese sind jedoch vom an sich relativ harmlosen Nikotin nicht zu trennen:

Chronischer Nikotinkonsum kann den Verlauf verschiedener Krankheiten ungünstig beeinflussen.

Safer Use

Tabak unterliegt nicht dem Betäubungsmittelgesetz - Besitz, Erwerb und Handel sind nicht strafbar. Das bedeutet nicht, daß diese Substanz ungefährlich ist und bedenkenlos konsumiert werden könnte!

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